German Murli Notes

Murlinotizen 23. August 2018 Schwester Denise

Baba beschreibt die Erinnerung als eine steile Leiter. Das beinhaltet, dass wir uns über alles erheben müssen, auch von einer Sache, die die Form, das Aussehen und die Größe des Himalaya annehmen könnte. Die Übung, uns selbst weit über Allem zu halten, ist für unsere abschließenden Tests wichtig.

Baba spricht über Liebe. Wie ihr mich schon oftmals davon sprechen gehört habt, ist Liebe kein Gefühl, sondern eine Einstellung. Liebe für den Vater bedeutet, ein klares Verständnis davon zu haben, dass Er die Quelle dessen ist, was wir benötigen. Wenn wir durch die Anziehung an eine Person, einen Ort oder ein Ding abgelenkt werden bedeutet das, dass wir nicht verstanden haben, was wir von Gott erhalten. Deswegen wird davon gesprochen, dass preet buddhi, der Intellekt, mit Liebe ist und vipreet buddhi der Intellekt, der nicht etwa keine Liebe hat, sondern einer ist, der mit Hass gefüllt ist. Hass meint, dass ihr Gott nicht versteht, ihr nehmt an, dass Gott etwas sei, das Er gar nicht ist. Auch das ist eine Art der Beleidigung Gottes. Shiv Baba erklärt uns, was Er tatsächlich ist und wie wir über Ihn denken sollten. Daher bedeutet Liebe für Ihn zu haben, Ihn auch so zu verstehen, wie Er sich uns zeigt. Wir unterlassen es, unsere Vorurteile und früheren religiösen Überzeugungen damit zu vermischen. Gibt es eine Vermischung, so bedeutet das, dass wir Ihn nicht richtig verstehen. In der Folge können wir uns nicht mit Ihm verbinden.

Baba betont, dass dies unser letztes Leben ist, dass dies das Ende ist. Unsere Rollen sind beendet, das Schauspiel ist zu Ende und alles ist vorüber. Baba hat das Wort Samapti am Ende der letzten Saison benutzt. Viele BKs denken darüber nach, was „alles ist vorüber“ bedeutet. Die avyakte Rolle ist sicherlich vorüber, die sakar Rolle ist schon seit 1969 beendet. Die Frage, die allen auf dem Herzen brennt lautet: Was kommt als Nächstes? Die meisten BKs sind der Ansicht, dass wir Yoga von sehr viel höherer Qualität benötigen. Sie betrachten Yoga als eine Übung, die uns weit über all die Betrachtungen der Welt erhebt, die moralischen und ethischen Betrachtungen eingeschlossen und dass Yoga dazu führt, dass wir die Welt aus Gottes Perspektive von der Seelenwelt aus betrachten.

Baba spricht über den Tod. Wir leben ein Leben, in dem wir schon gestorben sind. Er nennt dies Murjeeva janam. Das setzt voraus, dass wir unsere Unterstützung von Gott beziehen. Shiv Baba ist unsere Quelle. Wir nehmen keine Unterstützung von der Welt. Baba vergleicht den liebevollen

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Intellekt mit dem Intellekt voller Hass der Yadavas (Europäer aus dem Westen) und der Kauravas (nicht erleuchtete Hindus aus Indien). Die Kauravas werden als jene betrachtet, die Gott und die Wahrheit hassen. Sie sind nicht bereit, sie in Betracht zu ziehen oder ihr gemäß zu handeln. Wenn Baba davon spricht, dass wir keinerlei Verbindung mehr zu dieser Welt haben, so bezieht sich das auf das Beziehen von Unterstützung von dieser Welt, dass eure Identität vollständig dieser Welt entspringt. Seid ihr jedoch lebendig gestorben bedeutet das, dass euer Sinn von der anderen Seite entspringt, der nicht-materiellen Seite, der Seite auf der Baba zu finden ist.

Durch diese Übung des lebendig gestorbenen Seins passieren viele Dinge. Im Licht des Wissens vom Weltkreislauf und der Wiedergeburt, hören wir auf, uns vor dem Tod zu fürchten und wir hören auf, uns mit dem Körper zu identifizieren. Wir betrachten den Körper als ein Objekt, das wir benutzen und das wir letzten Endes ablegen werden. Wir sind nicht alarmiert, wenn eine andere Person stirbt, weil wir verstehen, dass alle Seelen sind und sie wiederkommen werden. Nichts geht jemals verloren. Wir verstehen, dass dies unser letztes Leben ist, dass Shiv Baba in der Endzeit kommt, der Zeit der Zerstörung und dass wir schon viele Male durch sie hindurchgegangen sind. Shiv Baba erklärt uns, dass er uns das vor 5000 Jahren schon alles gesagt hat und es jetzt einmal mehr tut. Baba betont, dass das Übergangszeitalter, das Zeitalter zwischen dem Eisernen und dem Goldenen Zeitalter, der Zeitabschnitt der Zerstörung ist. Baba nennt die Zerstörung eine Aufgabe. Das bedeutet, dass es eine schöpferische Arbeit ist, was ein Paradoxon darstellt.

Heute legt Baba einen Schwerpunkt auf die Frauen, insbesondere die Jungfrauen – die Kumaris. Die Murli erwähnt, dass die Kumari 21 Clans erhebt. Das ist ein sehr bekanntes Sprichwort in Indien. Doch es wäre treffender, wenn von 21 Generationen gesprochen würde. Was immer ihr als Babas Kind, Babas Student, als ein Yogi und Anhänger des Satgurus macht, hat enormen Einfluss auf eure biologischen Verwandten. Viele sind sich dessen nicht bewusst, weil es solch eine subtile Sache ist und sie ist oft erst nach vielen Jahren zu erkennen.

Es gibt hier einen Bezug zur Christenheit. Die Jungfrau Maria ist eine Kumari und gleichzeitig die Mutter von Jesus. Die indischen Gottheiten sind alle Jungfrauen, doch sie werden gleichzeitig Mütter genannt. Hier gibt es eine ganz klare Verbindung zwischen der spirituellen Bedeutung der indischen Gottheiten und der der Jungfrau Maria, doch den Christen ist diese unbekannt. Zumindest ist mir nicht bekannt, dass sie sie kennen.

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Der Prozess des lebendigen Sterbens führt zu der Notwendigkeit, alle Anhänglichkeit zu zerstören. Anhänglichkeit entsteht, wenn wir von einer Sache, einem Ort oder einer Person emotionale Unterstützung nehmen. Baba möchte von uns, dass wir diese loslassen und mit oder ohne diese Unterstützung klar kommen. Darin besteht die Übung des Lotuslebens. Ihr befindet euch in dieser Welt, seid aber nicht von ihr. Ihr befindet euch über der Negativität der Welt.

Baba spricht davon, dass das Wissen eine Angelegenheit von einer Sekunde sei. Ihr erlebt einen Moment der Klarheit, einen Moment der Erleuchtung, sobald ihr versteht, dass ihr eine Seele seid, dass ihr zu Gott gehört und ihr den Kreislauf versteht. Es braucht nur einen Augenblick, um das zu , doch eine lange Zeit, um eure karmischen Konten zu beenden. Damit überwindet ihr den Widerstand und die Trägheit, euer Schicksal zu erschaffen. Deswegen erwähnt Baba den Punkt von König Janak, der im Übergangszeitalter zu spät gekommen ist. Er geht ins Silberne Zeitalter, weil er nicht die Zeit hatte, Yogakraft anzusammeln, zu studieren und daran zu arbeiten, seine offenstehenden karmischen Konten zu begleichen.

Die Brahma Kumaris erleben nun eine Ära des Wandels, jetzt da Bapdadas avyakte Rolle vorüber ist. Ich denke, wir werden bald sehr bekannte Leute zu uns kommen sehen. Viele werden kommen, doch sie werden nicht genug Zeit haben. Sie werden der Praxis sehr intensiv nachgehen, doch weil die Zeit zu kurz ist, werden sie nicht dazu fähig sein, das Bewusstsein zu erreichen, das Baba dasjenige des goldenzeitalterlichen Meisters oder Kaisers nennt.

Shiv Baba beschreibt sich selbst als Sarvashaktivan und das wird als Allmächtige Autorität übersetzt. Es gibt Zeiten, in denen spricht Baba von sich selbst als der Autorität, doch das bezieht sich üblicherweise auf die Autorität des Wissens. Wir müssen verstehen, was es bedeutet, dass er alle Kräfte besitzt. Er besitzt alle Kräfte und er weiß alles. Daher ist er die Autorität des Wissens. Auf Englisch gibt es den Ausdruck allwissend und den Ausdruck allmächtig. Baba spricht nicht davon, dass er allgegenwärtig sei, doch dass er eine allwissende Autorität des Wissens sei und er allmächtig sei, der Allmächtige.

In den frühen Tagen der Yagya bezogen sich die BKs auf Shiv Baba als Allmächtiger Baba und sie benutzten das Wort Baba für Brahma Baba. Unsere Liebe für Shiv Baba ist mit unserer Erkenntnis seines Wesens verbunden. Wenn wir Gott nicht erkennen können wir von ihm keine Wohltat erhalten. Baba versteht unter Liebe Ihm gegenüber, dass wir Ihn erkennen und entsprechend handeln. Das meint auch, dass ihr eure Erhaltung und Unterstützung nur von Shiv Baba bezieht und

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von nirgendwo anders her So könnt ihr euch ausschließlich auf Ihn fokussieren. Andere, von denen ihr zuvor Unterstützung erhalten habt, werden dann als Mitschauspieler im Drama verstanden. Ihr bezieht von ihnen keine emotionale Unterstützung mehr und könnt sie daher loslassen, wann immer ihr es tun müsst.

Baba vergleicht die BKs mit unterschiedlichen Vogelarten. Nachtigallen sprechen das Wissen sehr lieblich und jeder möchte ihnen zuhören. Papageien wiederholen, was ihnen beigebracht wurde, verstehen es jedoch nicht notwendigerweise. Es gibt in Südindien einen Tempel der Gottheit Minakshi, die einen Papagei auf ihrer Schulter trägt. Dadi Janki hat sich selbst mit dieser Gottheit verglichen und gesagt: „Ich sage euch überhaupt nichts, ich wiederhole einfach das, was ich von Baba gehört habe.“ Krähen sind Leute, die streiten und sich zanken. Es gibt welche, die sind so. Tauben machen ein gurrendes Geräusch und sagen überhaupt nichts in eigener Angelegenheit, sondern machen einen Ton, den jemand macht, wenn er mit dem Gehörten einverstanden ist. Die Taube wird mit Parvati und der Geschichte der Unsterblichkeit assoziiert. Diese Geschichte wurde niemals bekannt, weil Parvati eingeschlafen ist. Das Geräusch von Tauben vermittelte Shankar den Eindruck, dass sie zuhören würden. Baba bittet uns, uns selbst mit Blumen zu vergleichen: „Ist eure Form schön, habt ihr wunderschöne Farben und einen schönen Duft? Bewertet euch selbst dementsprechend.“

Es gibt eine Geschichte von der Stadt der Dunkelheit. In der Stadt der Dunkelheit hatten alle Dinge denselben Preis, jeder hatte denselben Status. Die Stadt endete in einer absoluten Katastrophe. Diese berühmte Geschichte in Gedichtform ist in der indischen Bevölkerung sehr bekannt und wird im Allgemeinen von ihnen in der Schule gelernt. Sie bezieht sich auf die Demokratie. Die benutzt sie als Sinnbild für die Herrschaft des Volkes über das Volk. Baba sagt, dass die bessere Regierungsform die Monarchie sei. Jeder ist unterschiedlich und Baba erschafft das Königreich. In der modernen Welt hängen wir der Idee der Demokratie an. Die BK-Organisation muss auf demokratische Weise funktionieren doch die Yagya ist die Vorbereitung auf das Königreich. Das Königreich ist hierarchisch strukturiert, doch Hierarchie beinhaltet keine Tyrannei.

Die Könige und Königinnen des späten Eisernen Zeitalters waren Tyrannen und es wurden Republiken nach ihnen errichtet. Sobald das System der Monarchie abgeschafft wurde, wurde es durch eine Republik ersetzt, die, degeneriert, in einer Militärdiktatur endet, die weiter zu Anarchie, Bürgerkrieg und Zerstörung hin degeneriert. Die Demokratie ist Teil des Prozesses, der zur Zerstörung führt, weil sie insbesondere im Indien der 1940er Jahre sehr leicht korrumpiert werden

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konnte. Baba bevorzugt die Monarchie. Die indischen Könige müssen sowohl spirituell, als auch politisch machtvoll und rein sein und dem Königreich dienen. Das Beispiel eines Raj Rishi wird gegeben, was sich auf König Janak, eines großartigen Königs und Entsagenden bezieht. Baba beschreibt Raja-Yoga oft als die Übung, die jetzt notwendig ist, wenn ihr in der Zukunft gute Herrscher werden wollt.

Baba zitiert den sehr bekannten Satz: „Zur Zeit der Zerstörung sind jene mit einem Intellekt, der mit Liebe angefüllt ist, siegreich. Jene, deren Intellekt zur Zeit der Zerstörung hasserfüllt ist, werden zerstört werden.“ Dieses uralte Sprichwort wird aller Erwartung nach während unserer Lebenszeit in Aktion treten und ist daher etwas, das es zu überdenken gilt.

Im Abschluß erinnert uns Baba daran, dass dies ein Wettkampf sei. Er ist sehr ausgefeilt und komplex und nur acht werden gewinnen, weil nur acht die Ebene von Yoga erreichen werden, auf der vollständige Loslösung herrscht. Sie werden von den unterschiedlichen Szenen der Zerstörung nicht beunruhigt. Es gibt viele Gelegenheiten, die Unabhängigkeit von sicht- und fühlbaren Dramaszenen zu üben.

Ein hohes Bewusstsein zu erschaffen – die fliegende Stufe – wird durch wahre Loslösung mittels Seelenbewusstsein erlangt. Dann kann euch kein Problem verärgern oder als so riesig, wie der Himalaya erscheinen. Nehmt alles mit dem dritten Auge des göttlichen Intellektes wahr und ihr werdet eure Belohnung erkennen.

Der Slogan ist interessant. Jene, die jeden achten, werden Vorbilder oder Archetypen. Was bedeutet es, alle zu achten? Ist es möglich alle zu achten, wenn ihr euch selbst nicht achtet? Denkt tief darüber nach, was es bedeutet, ein Vorbild zu sein, durch diese tiefe und außergewöhnliche Qualität der Achtung.

Om Shanti

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About BKD classes

I am a student and teacher at Brahma Kumaris World Spiritual University. This blog contains my classes and "churnings" of the knowledge, spiritual practice and meditation taught at the BKWSU. Please enjoy and I would love to hear your feedback. Om Shanti

Posted on December 19, 2018, in German, Other languages material. Bookmark the permalink. Leave a comment.

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